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Gedankenbilder Basel 1975 / Privatbesitz |
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Unsere Augen sehen, unsere Ohren hören. Unsere Nasen riechen, unsere Herzen schlagen. Es ist von höchster wichtigkeit, dass wir diese Organe richtig verstehen und richtig zu gebrauchen lernen, denn Augen können mehr als sehen, Ohren können mehr als hören., Nasen können mehr als riechen und Herzen können mehr als schlagen. Haben wir dies einmal begriffen, so werden wir nicht mehr allzu unbewusst durch diese Welt wandern. Steine, Pflanzen, Tiere, und Menschen beginnen zu sprechen. Ihre Sprache ist unverfälschlich und perfekt. Es gilt jetzt nur noch diese Sprache zu verstehen, zu spühren und zu lesen. Eine dieser Sprachen ist die der Strahlen. Brechen wir die Strahlen des Lichts, so ergben sich die Farben gelb, orange, rot, violet, blau, grün und deren Mischtöne. Unser ganzer Fabenkreis wird hier sichtbar. Die Strahlungen zeigen sich in den verschiedensten Farben. Alle Dinge auf unserer Erde nehmen Strahlen auf und senden welche aus. Wir brauchen nur die Sonne und den Mond ein wenig zu beobachten, da stellen wir sogleich fest, dass deren Strahlung eine ungeheure Wirkung auf unser ganzes Geschehen haben. Ich bin sogar der Überzeugung, dass nicht nur Sonne und Mond, sondern der gesamte Kosmos eine Strahlewirkung bei uns hervorruft. Durch die Gesetze dieser gewaltigen und so prachtvollen Natur wird unser Eintagefliegeleben erst möglich. Wir leben mit diesen Gesetzesmässigkeiten teils bewusst, teils unbewusst. Der Gedanke, dass wir Menschen durch uns selbst mehr von diesen Gesetzen erfahren und uns derer Erfahrungen zu bedienen wissen, lässt in mir ein Bild unserer Zvilistion aufsteigen, das einer abgebröckelten Ruine gleicht. Aus solchen Überlegungen stelle ich mit Faben und Formen, Pflanzen und Menschen in ihrer Strahlung dar. Dem Betrachter wird es ähnlich ergehen wie mir; er sollte sich mit all seinen Sinnen in andere Räume begeben, die jenseits unseres üblichen denkens und fühlens liegen. Er wird sehen dass Unmögliches möglich wird. Kann oder will er das nicht, so werden sich für ihn meine Abeiten in reine Dekorationsgegenstände verwandeln. |


