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Die Weissen Blumen Basel 1975 |
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Die weissen Blumen existieren schon seit frühester Zeit. Sie leben mitten unter uns und werden auch in der Zukunft weiter wachsen. Sie sind von der Ewigkeit gekennzeichnet. Sie denken über die Dinge einer verrückten Welt. Sie vergleichen grosses mit kleinem. Sie arbeiten sich durch den dicksten Schlamm. Sie geben viel für wenig. Sie sehen im Unendlichen durch ein Mikroskop. Sie verbinden Unharmonisches mit Harmonischem. Sie gehen im Dunkeln, um Licht zu sehen. Sie forschen in ihrer tiefsten Tiefe nach hellbeleuchteten Teilen, holen die Teile heraus und setzen diese zu einem Bilde zusammen. Die weissen Blumen sind keine phantastischen Erscheinungen. Sie sind absolut existenz berechtigt, denn es gibt männliche und weibliche. Es gibt dicke und dünne, es gibt schwarze, gelbe, rote und weisse. Es gibt Schriftsteller und Strassenkehrer, es gibt Lehrer und Psychiater. Es gibt Astrologen und Händler, es gibt Mechaniker und Architekten. Es gibt alle Gattungen, die man sich vorstellen kann. Die weissen Blumen verteilen sich rund um unsere schöne Erde. Sie sind ein Volk für sich, ein Volk ohne menschliche Zwänge und ohne Regierung. |


